Gutachten bestätigt: Heilpraktiker arbeiten verantwortungsvoll 29. Januar 2026

Viele Patientinnen und Patienten schätzen seit Jahren die Arbeit von Heilpraktikern: Die Zeit für Gespräche, den ganzheitlichen Blick und die individuelle Begleitung. Diese Erfahrungen werden nun auch durch ein neues wissenschaftliches Gutachten des Gesundheitsministeriums bestätigt.
Um erstmals eine bundesweit fundierte Datengrundlage zum Heilpraktikerwesen zu schaffen, hat das Ministerium eine umfassende Untersuchung in Auftrag gegeben. Das Gutachten liegt seit Dezember 2025 vor und zeigt: Heilpraktiker arbeiten verantwortungsvoll, strukturiert und mit hoher Orientierung an Qualität und Patientensicherheit. Ausbildung, Überprüfung und Berufsausübung sind deutlich professioneller organisiert, als viele Menschen vermuten.
Man kann dieses Gutachten als eine Art staatliches Gütesiegel verstehen. Es macht sichtbar, dass der Heilpraktikerberuf ein fester und anerkannter Bestandteil der gesundheitlichen Versorgung in Deutschland ist.

Seit Jahren werden Heilpraktiker und komplementärmedizinische Verfahren – darunter auch die Homöopathie – durch Medienberichte, politische Initiativen und zugespitzte Fernsehsendungen immer wieder in ein negatives Licht gerückt. Diese sind häufig nicht von Fakten, sondern von Annahmen geprägt. Das „Empirische Gutachten zum Heilpraktikerwesen in Deutschland“ liefert nun erstmals eine umfassende, unabhängige und datengestützte Bestandsaufnahme des Berufs:
>> Das Gutachten zeigt eine stabile und gewachsene Versorgungsstruktur. Trotz einer Corona-Delle 2020 stieg die Zahl der Praxen langfristig weiter an; 2022 waren bundesweit über 47.000 Heilpraktikerpraxen registriert.
>> 96 Prozent der Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker arbeiten überwiegend selbstständig und sichern damit eine wohnortnahe, niedrigschwellige Versorgung für Millionen von Patientinnen und Patienten.
>> Heilpraktiker kennen ihre Kompetenzgrenzen und verweisen Patientinnen und Patienten regelmäßig an Ärztinnen, Ärzte und Kliniken, wenn dies medizinisch angezeigt ist.
>> Auch die Qualifikation und Weiterbildung sind auf hohem Niveau: Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker absolvieren im Schnitt mehr als fünf Fort- und Weiterbildungen pro Jahr und investieren zusätzlich monatlich 15 bis 26 Stunden in Selbststudium.
>> 87 Prozent sind Mitglied in Berufsverbänden, die Berufsordnungen, Fortbildungspflichten und in vielen Fällen eine Berufshaftpflicht vorschreiben.
>> Das Gutachten ordnet die Patientensicherheit auch im Spiegel von Rechtsfällen ein: Trotz intensiver Recherche über einen Zeitraum von mehr als sieben Jahrzehnten zeigt sich eine äußerst geringe Fallzahl.
Fazit: Diese Daten zeichnen das Bild eines Berufs, der mit Augenmaß, Verantwortungsbewusstsein und hoher Sensibilität für Risiken ausgeübt wird.

Weblink: Empirisches Gutachten auf der Website des Bundesgesundheitsministeriums
https://www.bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/Dateien/5_Publikationen/Gesundheit/Abschlussberichte/Endfassung_Empirisches_Gutachten_zum_Heilpraktikerwesen_in_DE.pdf%22


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